Wappen von Sangerhausen

Sangerhausen

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Sangerhausen

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Die Berg- und Rosenstadt Sangerhausen liegt am östlichen Rand der Goldenen Aue, einem fruchtbaren Tal zwischen dem Südharz und dem Kyffhäuser, das von der Helme durchflossen wird. Durch Sangerhausen selbst fließt die Gonna. Sangerhausen ist Kreisstadt im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Der Flecken Sangerhausen ist auf eine fränkische Gründung zurückzuführen und wurde ca. 780 erstmals im Urkundenbuch des Klosters Fulda erwähnt. Ab ca. 991 gehörte das Dorf  „Sangirhuson“ zum Kloster Memleben. 1116 beginnt der Bau der Ulrichskirche und 1194 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen. Ab 1263 wurde um die junge Stadt eine Stadtmauer errichtet. 1290 beginnt um Sangerhausen der Kupferschieferabbau. Im Jahr 1358 wird das Rathaus erstmals erwähnt, welches später abbrannte. Das heutige wurde ab 1431 erbaut. Um 1485 fiel Sangerhausen an die albertinische Linie der Wettiner.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor war seit Anbeginn der Silber- und Kupferbergbau. Im Bauernkrieg 1525 beteiligten sich zahlreiche Bürger der Stadt. Das hatte zur Folge, dass Sangerhausen mit einer Geldstrafe von 5.000 Gulden sowie 7 Hinrichtungen bestraft wurde. Nach verheerenden Plünderungen während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Bergbau für Jahrzehnte eingestellt.

1850 wurde Sangerhausen preußisch. 1865 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen, damit begann der wirtschaftliche Aufschwung. Die Industrialisierung mit dem Bau von Fabriken, die Klaviere, Maschinen, Möbel und Zucker herstellten, folgte. Übrigens wurde bereits 1907 das Familienunternehmen „Mitteldeutsche Fahrradwerke“ gegründet, 1927 wurden dort 79.000 Fahrräder produziert, um 1980 liefen ca. 450.000 Räder vom Mifa-Band und 1984 wurde das 10.000.000ste Fahrrad ausgeliefert.

Nach dem 2. Weltkrieg, ab 1951 begann der „Thomas Münzer Schacht“ wieder mit der Förderung von Kupfererz. Diese wurde mit der Wiedervereinigung eingestellt. Zeugen des Bergbaus sind der Museumsschacht Wettelrode sowie die riesigen Abraumhalden in der Umgebung.

1903 zum Kongress deutscher Rosenfreunde wurde auf einem Areal von 1,5 Hektar das Rosarium mit rund 1.100 Rosensorten eröffnet. 1939 wurde es auf 12,5 Hektar und 5.000 Rosensorten erweitert. 1993 erhielt der Park den Namen „Europa-Rosarium“ und die Stadt den Beinamen „Rosenstadt“. Heute sind im Park ca. 80.000  Rosenstöcke in ca. 8.500 verschiedenen Sorten zu bewundern. Der „Wildrosenpfad“ von Wettelrode über die Halde „Hohe Linde“ zum Europa-Rosarium“  verbindet die Bergbautradition mit der Rosentradition der Stadt.

Nach gut einem Jahrzehnt wurde 2005 die Verwaltungsgemeinschaft Sangerhausen aufgelöst und die Orte Gonna, Grillenberg, Horla, Lengefeld, Morungen, Oberröblingen, Obersdorf, Rotha und Wettelrode sowie etwas später die Orte Breitenbach, Großleinungen, Wolfsberg, Roßla und Riestedt wurden eingemeindet.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind die weltgrößte Rosensammlung im Europa-Rosarium, das Spengler-Museum mit seinem Mammutskelett sowie zahlreich Kirchen – wie zum Beispiel die um 1100 erbaute Ulrichkirche und die um 1350 erbaute Marienkirche -, die Ruinen des Alten Schlosses mit Hexenturm, das neue Schloss, die Schachthalde „Hohe Linde“ sowie das Rathaus. 2016 feierte Sangerhausen unter dem Motto „Sachsen-Anhalt trifft Rose“ den 20. Sachsen-Anhalt-Tag in der Rosenstadt.