Wappen von Wienrode

Wienrode

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Wienrode, am nordöstlichen Harzrand gelegen, ist Bestandteil der Stadt Blankenburg, die zum Bundesland Sachsen-Anhalt gehört. Wienrode ist ein malerisches Dörfchen zwischen Blankenburg (Entfernung 4 Kilometer) und Thale (Entfernung 7 Kilometer). Nördlich des Ortes erstreckt sich das Naturschutzgebiet und Ausflugsziel „Teufelsmauer“ und südlich liegen das Bodetal und die sagenhafte Roßtrappe.

Bereits im 12. Jahrhundert wurde Wienrode erstmals urkundlich erwähnt, damals als „Wigenrode“. Zurückzuführen ist die Wortsilbe Wigen auf ein altes Adelsgeschlecht namens „Wigo“. Beurkundet ist auch, dass 1139 das Stift St. Petri zu Goslar einen Wald bei Wienrode an das Stift St. Johann zu Halberstadt abtrat.

Neben Land- und Forstwirtschaft betrieben die Einwohner über die Jahrhunderte hinweg einen Gipssteinbruch namens Grube „Herzynia“. Der Abbau wurde 1930 eingestellt.

Wienrode lag am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 im noch verteidigten Harzkessel Zirka 1.000 deutsche Soldaten ergaben sich am 20. April 1945 der US-Armee. Dabei kam es zu einem Massaker. Als sich Oberst Fritz Grassau mit einer Gruppe seines Stabes unbewaffnet auf freiem Feld den US-Truppen ergeben hatte, wurden er und 16 weitere deutsche Soldaten erschossen. Später fanden Einwohner des Ortes ihn und seine Begleiter. Sie wurden auf dem Friedhof Wienrode beigesetzt. Zur Erinnerung trägt ein Findling ihre Namen. Anfang Juli 1945 erfolgte die Eingliederung von Wienrode in die Sowjetisch Besetzte Zone (SBZ), aus der am 7. Oktober 1949 die DDR hervorging.

Wienrode bekam 1966 auf seiner Ortsflur eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, die den Beginn der Ringwasserleitung der Rappbodetalsperre darstellt.

Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wienrode zusammen mit den Gemeinden Heimburg, Hüttenrode, Cattenstedt und Timmenrode sowie der Stadt Derenburg in die Stadt Blankenburg (Harz) eingemeindet.

Der kleine Ort zeichnet sich insbesondere für Urlauber durch seine zentrale Lage aus. Endlose Mischwälder und saftige Wiesen umgeben den Ort, er hat ein auffallend mildes Klima und ist zur Zeit der Kirschblüte besonders schön. In kürzester Zeit erreichen Sie Thale und Quedlinburg, Blankenburg und Wernigerode und auch die verkehrstechnische Lage zum Oberharz ist ideal.

Das nur ca. drei Kilometer entfernte ehemalige Forsthaus Eggerode wird seit 1991 als Jugendhaus und als Diözesanzentrum der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg im Bistum Magdeburg genutzt.

Zu verweisen ist noch auf die hübsche Dorfkirche in der Langen Straße, die auf Grundmauern des 9. Jahrhunderts steht, 1144 errichtet wurde und 1701 erneuert worden ist. Sehenswert sind auch viele schöne alte unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser.