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Wappen von Wernigerode

Wernigerode

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Dieser Ort in der Übersicht

Der Ort Wernigerode wurde erstmals im Jahre 1121 urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt auch der Vorläufer des heutigen Schlosses, die Burg des Grafen Adalbert aus Heimar. Der Ort selber ist jedoch schon wesentlich älter. Man vermutet, dass er im 9. oder 10. Jahrhundert zu Beginn der großen Rodungsperiode gegründet wurde. Im Jahr 1229 bekam Wernigerode das Stadtrecht verliehen. Im Jahr 1277 wurde das Rathaus, damals Spiel- und Gerichtshaus, erstmals erwähnt. Der Baummeister Thomas Hilleborch gab dem Bau 1498 mit den zwei Eckern mit filigranen Türmen eine neue Ansicht. Seitdem wurde im Laufe der Zeit das Rathaus immer wieder um- und angebaut, so zum Beispiel das Traustübchen über dem Ratskeller 1912.

1429 gelangt die Grafschaft Wernigerode, nachdem das Geschlecht der Wernigeröder Grafen ausgestorben war, an die Stolberger Grafen. Unter ihnen gelangt die Stadt zu großer Bedeutung, da verkehrstechnisch günstig liegt und aufgrund ihrer gut ausgebauten Befestigungsanlagen die notwendige Sicherheit für einen regen Handel bot.

Mit dem 16. Jahrhundert kommen allerdings mehrere schwere Katastrophen über die Stadt. So kam es im Jahr 1525 zu einem Volksaufstand und im Jahr 1528 vernichtet ein Feuer den größten Teil der Häuser. Gegen Ende des Jahrhunderts wird die Stadt von der Pest heimgesucht. Kurz darauf machen die Plünderungen und Krankheiten des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) der Stadt schwer zu schaffen.

1714 wird die Grafschaft Wernigerode dem Staat Brandenburg-Preußen zugeordnet. 1806 kommt Wernigerode zum Königreich Westfalen, geht aber 1815 wieder zurück an Preußen. Nach der Überlieferung wurde eine Sehenswürdigkeit der Stadt, das kleinste Fachwerkhaus in der Kochstraße 43 um 1792 erbaut.

Im Jahr 1847 wird die Stadt erneut zum Opfer der Flammen. Nur wenige Häuser überlebten den großen Stadtbrand. In der Folgezeit (1858 – 1883) wird das Wernigeröder Schloss zum Märchenschloss in seine heutige Form umgebaut.

Mit der Eröffnung der Bahnlinie nach Halberstadt im Jahr 1872 und kurz darauf nach Nordhausen (1899) konnte die Lage als Verkehrsknotenpunkt erneut bestätigt werden. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort auch zu einer Industriestadt. Im 2. Weltkrieg wurde, nicht zuletzt deswegen, ein Teil der historischen Altstadt bei Bombenangriffen zerstört.

Gerade aber in der Zeit nach der Wiedervereinigung 1990, als auch wieder Gelder für die Restaurierung alter Bauten und den Bau von Hotels vorhanden war, entwickelt sich der Ort zunehmend zu einem touristischen Ausflugs- und Erholungsziel. Am 18. April 2006 wurde in Wernigerode die Landesgartenschau eröffnet. Durch die sensible Gestaltung der Landesgartenschauflächen nicht nur an den 177 Ausstellungstagen, wurde ein dauerhafter Natur-, Erholungs- und Erlebnisraum, der Bürgerpark, geschaffen.

Seit 2009 ist an diesen Bürgerpark ein Miniaturpark „Kleiner Harz“ angeschlossen, hier können Sie besondere Sehenswürdigkeiten des gesamten Harzes in Miniaturformat bestaunen. Einige Miniaturen sind das Wernigeröder Märchenschloss, das Fachwerk-Rathaus, die Harzer Schmalspurbahn, die Kaiserpfalz in Goslar und vor allem viele Aussichtstürme aus dem Harz.