Wappen von Stecklenberg

Stecklenberg

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Dieser Ort in der Übersicht

Der kleine Ort Stecklenberg zählt ca. 550 Einwohner.  Der vormals selbständige Ort wurde 2009 mit seinen Wohnplätzen Küchenberg und Lauenburg nach Thale eingemeindet. Er liegt am Nordostrand des Harzes und bettet sich idyllisch an den Rand des Talkessels des Wurmbachtals nahe des Ramberges.

Schon im 15. Jahrhundert hat es Ansiedlungen auf Stecklenberger Boden mit den Orten Hasselbeck und Olfesfelde gegeben. Die eigentliche Geschichte des Ortes beginnt aber erst in den 70er Jahren des  18. Jahrhunderts. Auf Betreiben des Preußischen Amtmannes Leberecht Fischer wurden zwischen 1767 und 1775 „ausländische“ Kolonisten angesiedelt. Insgesamt 24 Familien, die zusammen mit den bereits ansässigen die künftige Bevölkerung des Ortes bildeten. Allerdings wurde Stecklenberg bis 1890 nicht als selbstständiger Ort geführt, sondern gehörte zur Gemeinde Neinstedt.

Nicht nur Heimat- und Burgenforscher interessieren sich für die oberhalb von Stecklenberg gelegenen Burgen Lauenburg und Stecklenburg. Die Stimmung dort oben inspirierte unter anderem Caspar David Friedrich und Ludwig Richter zum Malen.

Die wechselvolle Geschichte der beiden Burgen begann fast zeitgleich zu Beginn des 11. Jahrhunderts. Der Ursprung der Lauenburg, die erstmals 1164 urkundlich erwähnt wurde, liegt im Dunkel. Es ist aber bekannt, dass die Lauenburg, die übrigens nach der Harzburg die größte im Harz war, den Pfalzgrafen von Sommerseburg gehörte. Nach Aussterben dieses Geschlechts kam die Burg 1166  zu Herzog Heinrich dem Löwen.

Später wurde sie zum Raubritternest, welches Rudolph von Habsburg um 1290 zerstörte. Danach muss sie wieder aufgebaut worden sein, denn im 14. Jahrhundert war sie Lehen der Grafen von Heimburg. Die lagen im Streit mit der Stadt Quedlinburg  und verloren nicht nur den Streit, sondern dabei auch ihre Burgen Lauenburg und Gersdorf. Weitere Nachrichten sind nicht bekannt. Seit dem 14. Jahrhundert galt die Burg als zerstört.

Die zweite Stecklenberger Burg, die Stecklenburg wurde vom Bischof von Halberstadt erbaut. Sie hatte die Funktion einer Schutzburg. Ab dem 13. Jahrhundert gehörte sie zum Besitz des Stifts zu Quedlinburg und ging im 14. Jahrhundert an die Ritter von Hoym über. Da sich diese Burg auch zur Raubburg entwickelte, wurde sie in diesem Jahrhundert durch den Erzbischof Dietrich von Magdeburg zerstört. Die Herren von Hoym ließen sie wieder aufbauen und besaßen die Burg noch bis ins 17. Jahrhundert, danach verfiel aber zunehmend.

Für den Ort Stecklenberg waren Obstanbau und Bierbrauerei die Haupterwerbsquellen. Im 19. Jahrhundert entdeckte man die Chlor-Kalziumquelle, sie wurde dann zur Basis des aufkommenden Kurbetriebes. In der DDR entwickelte sich die kleine Gemeinde zu einem Urlaubsort. Diese Entwicklung erhielt mit der Wiedervereinigung einen Rückschlag. Heute sieht sich Stecklenberg als „Sommerfrische“ in schöner waldreicher Lage. Die Umgebung lädt zum Wandern ein, Ziel könnten die Ruinen der Kleinen und Großen Lauenburg, die Ruine Stecklenburg oder der Hexentanzplatz sein.

Das jährliche Kirschblütenfest am 1. Mai lockt viele Besucher in den kleinen Harzer Ort mit den zahlreichen Obstplantagen in der Umgebung. Die Bäume haben dann ihr schönstes Kleid angelegt – frühlingsgrün mit weißen und rosa Blütentupfen. Aber auch das Osterfeuer und zu Walpurgis wird hier gefeiert sowie das jährliche Schützenfest zwischen dem 20. und 24. August. Besucher sind dazu herzlich willkommen.