Wappen von Güntersberge

Güntersberge

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Güntersberge

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Güntersberge in der Übersicht

Güntersberge ist mit rund 650 Einwohnern die kleinste Harz -Stadt. Der „Staatlich anerkannte Erholungsort“ liegt im oberen Selketal direkt an der B242. Seit dem 1. August 2009 gehört die Stadt Güntersberge zur Stadt Harzgerode.

Es wird vermutet, dass der Ort aus einer fränkischen Siedlung hervorging. Schon vor dem Mittelalter spielte die als „Hohe Straße“ bezeichnete Harzquerung eine besondere Rolle. Mit dem Beginn der Ottonenzeit 961 nahm diese noch zu, diente dieser Ostharzweg doch als Verbindung der Jagdhöfe Bodfeld, Siptenfelde und Selkenfelde. In Nord-Süd Richtung war aber noch ein weiterer Weg von Bedeutung, der Quedlinburg mit Nordhausen verband.

 

Güntersberge in der Geschichte

Die Gründung von Güntersberge wird für das 11. Jahrhundert angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung ist auf 1179 datiert, stammt von Friedrich Barbarossa und wurde von Papst Alexander III. bestätigt. Auch in diese Zeit wird die Entstehung der Güntersburg, eine der größten Burganlagen des Harzes, datiert. Heute ist von dem Bodendenkmal auf dem Kohlberg nur noch wenig zu sehen. Bereits 1608 wurde die Burganlage als „wüste Stätte“ bezeichnet.

1435 geht Güntersberge in den Besitz der Grafen von Stolberg über und schon 1491 erhält der Ort das Stadtrecht, was von seiner damaligen Bedeutung zeugt. Es folgten ab 1536 über 120 Jahre Grenzstreitigkeiten zwischen Anhalt und Stolberg. 1538 brannte der Ort samt Schloss bis auf 17 Häuser nieder, wurde aber wieder schnell aufgebaut. Weitere schwere Brände, die den Ort immer wieder neu zerstörten, folgten 1630, 1659 und 1707. Nach diesem letzten großen Brand wurde Güntersberge vollkommen neu angelegt.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstehen verschiedene Bergwerke um Güntersberge. Um 1750 wird Friedrichshöhe als Zollamt an der alten Poststraße Braunschweig – Leipzig gegründet. 1890 wird der Bahnanschluss bis Gernrode fertig gestellt. 1924 erhält der Ort elektrisches Licht und 1929 Wasserleitungen. 1945 wird Güntersberge sowjetische Besatzungszone. In der DDR wird Güntersberge besonders als Standort des Zentralen Pionierlagers bekannt. Nach der Wiedervereinigung wird daraus 1992 das KIEZ (Kinder- und Erholungszentrum).

 

Güntersberge an der Selketalbahn

Güntersberge ist Anliegergemeinde der Selketalbahn, die im täglichen Dampfbetrieb Quedlinburg, über Gernrode und Harzgerode, mit dem Brocken verbindet. Im Ort befindet sich das außergewöhnliche Mausefallen- und Kuriositätenmuseum, sehenswert sind auch die Pfarrkirche St. Marien, das Erlebnishaus „Alte Schule“ und das Rathaus. Im Erlebnishaus „Alte Schule“ befindet sich eine Bibliothek, Ausstellungen, ein Waldkabinett und das Schulmuseum, in dem die Geschichte von 500 Jahre Schule in Güntersberge aufgezeigt wird.

Oberhalb Güntersberges lädt ein idyllischer Bergsee mit großer Sonnenwiese und Bootsverleih zum Wassersport und Angeln ein. Die schöne harztypische Umgebung ist besonders beliebt bei Wanderern und Naturliebhabern, im Winter sind gespurte Skiwanderwege zur Erkundung der Umgebung angelegt. Der Lehrpfad durch den Güntersberger Forst ermöglicht Naturfreunden einen Einblick in die Geologie sowie in die Flora und Fauna des Harzes. Der Wanderweg Bode-Selke-Stieg ist etwa 15 km lang und beginnt wahlweise in Treseburg (Bode) oder in Güntersberge (Selke). Der Etappenwanderweg „Selketalstieg“ wurde 2006 eröffnet und stellt eine weitere Attraktion für Güntersberge dar. Jährliche wiederkehrende Feste in Güntersberge sind das Heimatfest im Juli und das Seefest im August.