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Goslar ist große selbstständige und Kreisstadt im niedersächsischen Harz. Sie hat ihren Namen von dem Fluss Gose, die allerdings ab dem Stadtgebiet Abzucht  heißt. Goslar ist eine sehr alte Siedlungsstätte, Befunde weisen auf eine Besiedlung seit der Steinzeit hin. Beurkundet ist die Gründung durch Heinrich I. im Jahr 922. Die deutschen Kaiser führten die kleine Harzsiedlung zu europäischer Bedeutung und schrieben dort Geschichte. Schon im 11. Jahrhundert  lies Heinrich II. eine Kaiserpfalz in der Stadt erbauen. Grund für dieses Interesse der deutschen Kaiser und Könige an der Harzsiedlung waren die reichhaltigen Silbervorkommen im Rammelsberg.

Zu dieser Zeit gelangte eine Silbermünze aus Goslar bis zu den dänischen Färöern-Inseln, wie ein Münzfund von Sandur belegt. Erweitert wurde die Pfalz zu Goslar durch Heinrich III., sie war damit die größte Pfalzanlage der Salier. In dieser Zeit des frühen Mittelalters war Goslar wichtiger Herrschaftsort des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Dort fanden Reichstage statt und die Stadt wurde von zahlreichen Kaisern und Königen besucht. Der letzte Besuch eines Königs, Wilhelm von Holland, im Jahre 1253 führte eine Entwicklung zur Freien Reichsstadt und Hansestadt nach sich. 1500 wurde Goslar Teil des Niedersächsichen Reichskreises. Es folgte eine wenig rühmliche Geschichte, zwischen 1530 und 1657 fielen in Hexenprozessen 28 Frauen den Hexenverfolgungen zum Opfer.

1802 verlor die Stadt seinen Status als Freie Reichsstadt und wurde preußisch. Im 19. Jahrhundert ging es der Stadt wirtschaftlich sehr schlecht und viele historischen Gebäude, unter anderem auch der Dom, wurden abgerissen. Goslar liegt am Fuße des Rammelsberges (635 m), der das 1988 stillgelegte Silbererzbergwerk beherbergt. Seit 1992 zählt die Altstadt von Goslar sowie das Besucher-Erzbergwerk Rammelsberg zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ab 1973 wurden im Zuge der niedersächsischen Gebiets- und Gemeindereform zahlreiche Harzorte eingemeindet, unter anderem auch Hahnenklee-Bockswiese. Goslar heute hat ca. 43.000 Einwohner in 12 Stadtteilen. Es ist eine Stadt, die geprägt ist von Geschichte, Kunst und Kultur.

Das Oval des Altstadtkerns wurde auf engstem Raum von einem Quadratkilometer angelegt. Wenn Sie Goslar besuchen, fahren Sie am besten von der Stadtgrenze aus den markierten Pfeilen nach, die den Weg zum großen Parkplatz an der Kaiserpfalz weisen. Schon beim Aussteigen werden Sie vom Blick auf den mächtigen Pfalzbau im romanischen Stil fasziniert.

Sobald man aber die Stadtgrenzen verlassen hat, befindet man sich unmittelbar im urwüchsigen Nord-Westharz. Goslar stellt einen besonderen Anziehungspunkt für Touristen dar, die gern kulturelle Eindrücke mit Natur und Erholung verbinden möchten.