Wappen von Trautenstein

Trautenstein

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Trautenstein

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Dieser Ort in der Übersicht

Der Luftkurort Trautenstein liegt 460 Meter über dem Meeresspiegel im idyllischen Tal der oberen Rappbode an der südlichen Spitze der Rappbodevorsperre und gehört als Ortsteil zur Stadt Oberharz am Brocken. Eine fast unberührte Natur mit würziger Waldluft, lauschigen Tälern, klaren Bächen, ursprünglichen Wiesen und weit ins Land blickenden Bergen lädt zum Wandern und Verweilen ein. Umgeben von bewaldeten Berghängen bietet der Ort mit seinen ca. 400 Einwohnern seinen Besuchern die Möglichkeit eines erholsamen Urlaubs.

Auf den zahlreichen, gut ausgeschilderten Wanderwegen kann man zum Beispiel den Funkturm der Harzquerbahn auf der Bärenhöhe am Carlshaus erreichen. Von der Aussichtsplattform des Turmes blickt man über den Harz bis zum Kyffhäusergebirge. Auch eine Wanderung oder Radtour um die Rappbodevorsperre verspricht ein herrliches Naturerlebnis. Das ehemalige Naturfreibad im romantischen Dammbachtal mit einer großen Liegewiese im Schutzgebiet „Harzer Bachtäler“ sorgt in der warmen Jahreszeit mit seinen Baumgruppen für einen schattigen oder auch für einen sonnigen Erholungsplatz. Im Sommer sind Radtouren besonders attraktiv für Familie mit Kindern. Im Winter ist ein weitreichendes Loipennetz um den Ort gespurt und lädt zum Skilanglauf und zu Wanderungen durch den verschneiten Wald ein. Nach so einer Wanderung kann man sich im Eiscafé am Dammbachtal oder im Restaurant Druidenstein stärken.

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1448 urkundlich erwähnt, er hat sich traditionell vom Silberbergbau- und Waldbauerndorf zum Fremdenverkehrsort und Touristenmagnet entwickelt. Der Name des Ortes Trautenstein wurde immer wieder verändert vom „Drudenstein“ ging es über den „Druidenstein“ und Trutenstein zum heutigen Trautenstein. Der Ursprung des Namens liegt allerdings im Dunkel der Geschichte und hat wie man heute weiß, leider nichts mit der Kult-, Opfer-, Richt- und Trauungsstätte am Druidenstein aus heidnischer Zeit zu tun, übrigens der heutige Standort unserer kleinen Kirche.

Im Jahre 1701 wurde auf dem „Druidenstein“ eine barocke Fachwerkkirche mit Holztonnengewölbe und Hufeisenempore errichtet. Der Taufstein ist ein klassizistischer Harzer Eisenguss von 1830 und in der Form eines antiken Altars gestaltet. Zum 300. Jahrestag der Einweihung wurde die Kirche umfassend renoviert und erstrahlt mit dem Sternenhimmel nun in neuem Glanz. Auch die restaurierte Engelhardt-Orgel mit dem freistehenden Spieltisch und den elf Registern aus dem Jahre 1834 erfüllt seit 2008 wieder mit ihrem wundervollen Klang das Kirchengewölbe.

Wer sich über die Geschichte und Werdegang des Ortes informieren möchte, ist in der Heimatstube richtig. Sie wird vom Harzklubzweigverein Trautenstein betreut. Übrigens ist einer der Gründer des Harzklubs in Trautenstein geboren. 1833 erblickte Albert Schneider als Sohn eines Pfarrers das Licht der Welt. An seinem Geburtshaus in der nach ihm benannten Albert-Schneider-Straße befindet sich eine Ehrentafel. 1886 war A. Schneider Mitbegründer und erster Vorsitzender des Hauptvorstandes des Harzklubs. Er setzte sich sehr für die Verbesserung der Lebensumstände der Bewohner seiner Harzheimat ein und förderte den beginnenden Tourismus. Gestorben ist der herzoglich-braunschweigische Geheime Baurat und Bahndirektor im Jahr 1910 in Bad Harzburg.

Eine besondere Tradition ist Trautenstein ist das jährliche Entzünden des Osterfeuers zur Vertreibung des Winters am Kahlenberg am Abend des Ostersamstag. Ebenso feiert Trautenstein jährlich am 3. Wochenende im Juli sein Schützenfest. Besonderer Höhepunkt dabei, ist der sonntägliche Umzug durch das Dorf der ausgekleideten Männer zum Eier-, Speck- und Spendensammeln für das am Mittag stattfindende Eieressen im Dorfgemeinschaftshaus.

Durch seine Lage ist Trautenstein ideal als Ausgangspunkt in alle Regionen des Harzes bis hin zu den Nationalparks von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Bahnhöfe der Harzquerbahn sind im 5 km entfernten Hasselfelde und im 6 km entfernten Benneckenstein schnell mit dem Nahverkehr oder dem Auto zu erreichen. In der näheren Umgebung befinden sich die lebende Westernstadt Pullman-City Harz, die Harzköhlerei „Am Stemberghaus“, das Bodetal und die Rappbodetalsperre bei Wendefurt. Bei Tagesausflügen sollte man sich den Brocken, das Schloss in Wernigerode, die Tropfsteinhöhlen in Rübeland oder den Hexentanzplatz in Thale nicht entgehen lassen.