Wappen von Rieder

Rieder

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Rieder

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Dieser Ort in der Übersicht

In östlicher Richtung unmittelbar an Gernrode angrenzend liegt der Ort Rieder. Seine Lage am Rande der Harzwälder, die dem Betrachter einen weiten Blick ins Harzvorland gewährt, ist sehr reizvoll zu nennen.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Rieder geht auf das Jahr 936 zurück. Das Besiedlungsgebiet waren die Sandsteinhöhlen der Klus und des Thieberges, wo seinerzeit eine Holzkirche und ein Kloster errichtet wurden. Im Laufe der Zeit wurden die neue Kirche am Pferdeteich und das Rathaus  Altes Rathaus (die 1993 rekonstruiert wurden) gebaut. Beide Objekte stehen auf der Zentralen Denkmalliste.

Der Ort Rieder besitzt die zweitälteste Glocke in Deutschland – eine sogenannte Bienenkorbglocke aus dem 10. Jahrhundert, welche im Wachsausschmelzverfahren gegossen wurde. Außerdem findet man hier die bestgeführten Kirchenbücher seit 1539. Diese haben dem Schriftsteller Otto Gotsche als Grundlage zu seinem Roman über den Dreißigjährigen Krieg “…und haben nur den Zorn” gedient.

Durch günstige geobiologische Bedingungen kam bereits in der Renaissance der Gartenbau zu voller Blüte. Im Frühjahr ist der Ort umgeben von einem duftigem Blütenmeer der zahlreichen Obstbäume. Östlich von Rieder befindet sich der Schierberg mit dem Naturdenkmal “Dicker Stein”, eine Endmoräne. Dieser Höhenzug gehört zum Teufelsmauermassiv, das dem Harzgebirge vorgelagert ist.

An der Landstraße zwischen Rieder und Ballenstedt liegt die von 1907 bis 1925 im barocken Stil mit italienischen Einflüssen erbaute Roseburg. Eine märchenhafte Anlage nach Plänen des Architekten Bernhard Sehring, welcher die Burg nach seinen Vorstellungen errichtete und sich damit seinen Lebenstraum erfüllte. Vor allem der weiträumige Park mit Wasserspielen, Balustraden und Aussichtstürmen sind besonders schön und sehenswert. Der Palas mit Wehrgang, Türme, Zinnen und Zugbrücke alles spiegelt den Charakter des Märchenschlosses wieder.

In den vergangenen Jahrzehnten nagte der Zahn der Zeit an den Parkanlagen und an der Burg, was den romantisch-mystischen Eindruck verstärkt. Von den Aussichtstürmen der Roseburg kann man einen herrlichen Ausblick in das nördliche Harzvorland genießen. In der Burg befindet sich ein kleines Cafe und eine Pension, im Sommer kann man bei schönem Wetter auch im Freien sitzen. Übers Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen im Park und Café angeboten.

Von 1994 bis Ende 2010 gehörte der Ort zur Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz. 2011 bis 2013 war er an die Stadt Quedlinburg angegliedert. Nach einem kurzen Intermezzo für die nochmals gegründete Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz wurde Rieder am 1. Dezember 2013 nach Ballenstedt eingemeindet.

Einer der zahlreichen Wanderwege um den Ort ist der Harzrundweg, er führt von Bad Suderode nach Ballenstedt durch Rieder. Zwischen Ballenstedt und Rieder, im Naturschutzgebiet Gegensteine, liegt auch die Märzenbecher-Aue. Tausende Märzenbecher blühen im Frühjahr im nahen Laubmischwald, dieses Ereignis sollten sie gesehen haben. Die erwähnten Gegensteine sind ebenfalls einen Besuch wert, sie sind die östlichen Ausläufer der bekannten Teufelsmauer.