Wappen von Neudorf im Harz

Neudorf

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Dieser Ort in der Übersicht

Der kleine, idyllische Erholungsort Neudorf liegt ca. 440 m über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde, südwestlich von Harzgerode gelegen, ist auf einer Hochfläche eingebunden in das Quellgebiet der Schmalen Wipper. Seit 2010 gehört der Ort mit seinen etwa 670 Einwohnern zur Stadt Harzgerode. Durch seine beschauliche Lage im Unterharz bietet Neudorf gute Möglichkeiten für Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren. In diesem Ort finden Sie Ruhe und Erholung in einer harztypischen Umgebung.

Die Ursprünge von Neudorf liegen im alten Dorf Bölkendorf, dessen erste urkundliche Erwähnung für das Jahr 1190 verbrieft ist. Das alte Bölkendorf war ein klassisches Bergbau-Dorf. Das Erzvorkommen, insbesondere Kupfer, Blei und Silber waren schon im 16. Jahrhundert erschöpft. 1530 erbaute Graf Botho der III. von Stolberg ein Gut und siedelte 1531 erste Bauern an, was zur Gründung von Neudorf führte. 1632 wurde Neudorf im 30-jährigen Krieg besonders schwer heimgesucht. Durch neue Werkzeuge und Techniken erlebte der Bergbau ab 1690 einen neuen Aufschwung und war besonders im 19. Jahrhundert sehr ergiebig. 1903 wurde der Bergbau in Neudorf eingestellt, von 1937 – 1941 jedoch zum Abbau von Siderit, einem wertvollen Eisenerz mit 50 % Eisengehalt,  erneut aktiviert.

An Stelle der, durch einen Brand stark beschädigten Kirche, erbaute man die heutige St. Petrus und Paulus Kirche in den Jahren von 1886 bis 1888. Sie wurde am 1. Juli 1888  geweiht und beherrscht das Dorfensemble. Im Chor befinden sich Buntglasfenster der Apostel Petrus und Paulus sowie der Kopf des leidenden Christus. Die Kirche kann zu festen Öffnungszeiten besichtigt werden und beherbergt auch zusätzliche Ausstellungen.

Als neue Wirtschaftsgrundlage bot sich der Fremdenverkehr an, der ab 1910 langsam in Gang kam. 1931 wurde die „Stahlquelle“ – eine eisenhaltige Quelle, die schon in alter Zeit als heilender Gesundbrunnen bekannt war – für den Fremdenverkehr erschlossen. Dies brachte einen weiteren Aufschwung und trug zum guten Ruf des Ortes als Erholungsort bei. Von 1960 – 1990 erlebte Neudorf durch den FDGB-Feriendienst einen besonderen Aufschwung im Fremdenverkehr und Tourismus.

Heute punktet der kleine Ort mit der sprichwörtlichen Harzer Gastlichkeit. Ausgedehnte Fichten-, Laub- und Mischwälder, unterbrochen durch große Hochwiesen, prägen diese Region des östlichen Vorharzes. Zahlreiche Teiche, als größtes der Birnbaumteich, sind Hinterlassenschaften des Bergbaus und laden mit ihrem klaren Wassern zum Baden ein. Für Campingfreunde steht der Ferienpark am Birnbaumteich bereit. Unberührte Natur und eine Luft, die nie durch Industrieabgase belastet wurde, laden zum Wandern ein und machen den Kopf frei von den Problemen des Alltages.