Duderstadt Stadtwappen

Duderstadt

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Dieser Ort in der Übersicht

Wie viele andere Orte der Harzregion ist auch Duderstadt über 1.000 Jahre alt. 929 wurde Duderstadt erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 974 kam der Ort zu dem Stift Quedlinburg, welches es dann über 250 Jahre verwaltete.

1237 wurde Duderstadt dem Landgrafen Heinrich Raspe von Thüringen als Lehen gegeben, was aber nur 10 Jahre Bestand hatte. Otto das Kind, ein Enkel von Heinrich dem Löwen, erhielt danach Duderstadt als Lehen. Der Welfe machte 1250 Duderstadt auch zur Stadt. Durch seine prädestinierte Lage an der Kreuzung zweier Handelswege, der „Nürnberger Straße“ von Italien zu den Hansestädten Nordeuropas sowie der West-Ost-Verbindung entwickelte sich Duderstadt zu einem wohlhabenden und bedeutenden Ort.

Im 14. Jahrhundert traten die Welfen der Linie Grubenhagen wegen Geldmangel Duderstadt an die Erzbischöfe von Mainz ab. Es folgte eine 450-jährige Herrschaft der Mainzer. Anfangs setzte sich die positive Entwicklung der Stadt fort. Um 1400 umfasste das Territorium Duderstadts ca. 115 km² und war mit 4.000 Einwohnern eine kleine Metropole.

Dann, im 15. Jahrhundert, fand eine Verlagerung der Handelsstraßen statt, wodurch die Entwicklung der Stadt gestoppt wurde. In dieser Zeit wurde das heutige Stadtbild von Duderstadt geschaffen. Das mittelalterliche Stadtbild mit Fachwerkbauten, wie man sie in dieser Geschlossenheit kaum noch findet.

Der 30-jährige Krieg sowie der siebenjährige Krieg und folgende Krankheitsepidemien brachten die Stadtentwicklung vollständig zum Erliegen. Seine Randlage im 19. Jahrhundert, an der Grenze zwischen Hannover und Preußen tat ihr Übriges. Auch während der Hitlerdiktatur war Duderstadt und das Eichsfeld abseits der Entwicklung sowie des politischen Geschehens. Die Lage an der innerdeutschen Grenze nach dem 2. Weltkrieg verbesserte die wirtschaftliche Lage der Stadt auch nicht. 1972 wurden Duderstadt und die zugehörigen Gemeinden dem Landkreis Göttingen zugeordnet.

Seit der Wiedervereinigung profitiert Duderstadt nun wieder zunehmend von seiner zentralen Lage sowie von seinem touristischen Charme. Wie Perlen reihen sich 600 wunderschöne Fachwerkhäuser in einem Oval an die Stadtmauer. Einen internationalen Ruf hat Duderstadt durch die Ansiedlung von Prof. Heinz Sielmann und seinem Natur-Erlebniszentrum erworben. Auch über die Grenzen hinaus bekannt ist Duderstadts größter Arbeitgeber, die Otto Bock Health Care GmbH.

Viel Beachtung, besonders bei Freunden der neueren Geschichte, findet das Grenzlandmuseum. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die St. Cyriakus- und der St. Servatius-Kirche, das Rathaus, Wahrzeichen der Stadt, erbaut  zu Beginn des 14. Jahrhunderts und vereint in seltener Harmonie Baustile von der Gotik bis zur Renaissance sowie die alte Stadtbefestigung aus Warten, Türmen, Mauer und Wall mit den vorgelagerten Bürgergärten.