Wappen von Bad Lauterberg

Bad Lauterberg

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Bad Lauterberg ist eine Kleinstadt im Südharz, zugehörig zum Landkreis Osterode. 432 m ü. NN liegt die Stadt an der Südharzstrecke Göttingen-Nordhausen. Bad Lauterberg kann auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken. Als Gründer von ursprünglich „Lutterberg“ gilt das Grafengeschlecht von Lutterberg, einem Zweig derer von Scharzfeld, die sich 1195 vom Familienstamm trennten und eine eigene Linie begründeten. Dieses Grafengeschlecht hat in der Harzgeschichte zahlreiche Spuren hinterlassen. Besonders durch den Grafen Sigebodo II., der sich 1183 nach Lutterberg benennt und in der damaligen Reichsgeschichte eine bedeutende Rolle spielte, die in über 50 Urkundenbezeugungen der deutschen Kaiser und Könige ihren sichtbaren Ausdruck fand.

Auch die Lutterburg, die einst auf dem Hausberg gestanden hat, wurde in dieser Zeit erbaut. Als aber bereits 1398 mit Graf Heidenreich III. von Lutterberg, genannt Heyso, dieses Adelsgeschlecht ausstarb, verlehnten die Landesherren, die Herzöge von Braunschweig-Grubenhagen, die Grafschaft an die  Nordthüringer Grafen von Honstein. Bei einer Fehde zwischen dem Herzog Erich von Braunschweig-Grubenhagen und dem Grafen von Honstein wurde 1415 die Burg Lutterberg zerstört und nie wieder aufgebaut.

Die Grafen von Honstein verhalfen dem schon weit früher betriebenen Bergbau zu neuer Blüte. Durch ihre „Bergfreiheiten“ , die sie 1521 und 1527 erließen, schufen sie für einheimische wie auch fremde Bergleute zahlreiche Vorrechte und Privilegien. Die Wirkung blieb nicht aus und lockte Bergleute aus dem Erzgebirge und aus Franken an. Aber die Erwartungen insbesondere im Silberbergbau wurden nicht erfüllt, statt dessen wurden im benachbarten St. Andreasberg reiche Silbererzgänge erschlossen.

Alternativ wurden reiche Kupfervorkommen gefunden, die zu neuem Aufschwung führten. Kupferhütten, Schächte und Teiche wurden geschaffen die noch heute von dieser Zeit zeugen. Zwischen 1740 und 1760 wurden allein in der Kupferhütte „Kupferrose“   40.000 Zentner Kupfer ausgeschmolzen. Danach war der Abbau weniger erfolgreich und kam 1840 vollständig zum Erliegen – ein schwerer Schlag für die Bevölkerung, lebten doch viele vom Bergbau. Aber Schicksalsschläge waren die Lauterberger gewöhnt. Zerstörten doch marodierende Soldaten am 12.09.1641, während des 30-Jährigen Krieges, den gesamten Ort, indem sie ihn an allen Ecken anzündeten.

Der schlechte Gesundheitszustand vieler Familien regte den Amtsarzt Dr. Ritscher 1826 an, nach Mitteln und Methoden zu suchen, dies zu ändern. Nach einer Reise nach Gräfenberg in Schlesien und der Besichtigung des dortigen Kurbetriebs entstand der Entschluss eine ähnliche  Kaltwasserheilanstalt auch in Lauterberg zu errichten. Alle Voraussetzungen wie Wasser, Wald und gesunde Luft waren gegeben. Dr. Ernst Ritscher und später seine Söhne fanden Gleichgesinnte und errichteten den Kurbetrieb. Für seine Verdienste um den Ort wurde Dr. E. Ritscher ein Denkmal am Scholben errichtet.

Um die Jahrhundertwende wurden schon über 3.000 Gäste im Jahr gezählt. Der Aufwand hatte sich gelohnt und wurde 1906 von der Regierung mit dem Titel „Bad“ Lauterberg belohnt. 1926 führte Sanitätsrat Dr. Mayer die Kneippsche Therapie ein, die weiteren Aufschwung brachte. Bad Lauterberg hatte in beiden Weltkriegen schwer leiden müssen, hat sich aber jeweils schnell erholt.

Aus den ersten 12 Kurgästen 1839 sind nun über 100.000 im Jahr geworden. Kurgäste und Touristen finden heute alle Infrastrukturen eines modernen Kur- und Erholungsortes vor. Landschaft und Natur tun ihr übriges, um Bad Lauterberg für jede Jahreszeit attraktiv zu machen. Für Wasserratten sind der Oderstausee (Odertalsperre), der Bergsee Wiesenbeker Teich sowie das Erlebnisbad „Vitamar“ besonderer Anziehungspunkt. Die Kirchberg-Therme rundet dieses Angebot ab. Wintersportler können sich in der maschinell gespurten Ski-Langlaufloipe tummeln.