Wippertal & Wipperliese bei Wippra

Hauptstraße 10, 06308 Benndorf
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Der Name Wippertal & Wipperliese kommen vom kleinen Harzfluss Wipper im östlichen Unterharz. Sie entspringt im Auerbergmassiv bei Stolberg und mündet nach etwa 85 km bei Bernburg in die Saale. Die wichtigsten Nebenflüsse der Wipper sind die Eine und die Schmale Wipper. Sie durchfließt im Oberlauf ein Tal, das beiderseits von Wäldern und Höhenzügen umgeben ist und das bei Hayn beginnt und bei Wippra endet, was einer Länge von ca. 20 km entspricht.

Das Abenteuer in der Übersicht

Die, das Wippertal begrenzenden Berge, erreichen nördlich bis zu 380 und südlich bis zu 500 m über NN. Dieses Tal und auch sein Harzwald sind ein Geheimtipp für Leute, die Abgeschiedenheit und unberührte Natur gegenüber touristischer Infrastruktur den Vorzug geben. Was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht bestens ausgebaute und ausgeschilderte Wanderwege gibt.

Talsperre Wippertal

Etwa 7 km über Wippra ist 1951-52 eine Talsperre errichtet worden, die dazu diente, das ehemalige Mansfeld-Kombinat mit seinen Erzhütten, mit Brauchwasser zu versorgen. Heute dient sie nur noch dem Hochwasserschutz sowie der Stromerzeugung. Die Wippertalsperre hat ein Stauvolumen von ca. 2 Mio. qm und bietet einen eigenen, ca. 7 km langen Rundwanderweg. Der Stausee ist als ausgezeichnetes Angelgewässer bekannt. Unter fachkundiger Führung kann auch das Innenleben der Staumauer incl. Technik besichtigt werden.

Ein Stück unterhalb der Talsperre, in der Höhe der Einmündung der Horle, erwartet den Wanderer ein Arboretum. Am Ende des Wippertals erwartet sie das kleine Städtchen Wippra. 840 erstmals erwähnt zählt es zu den ältesten Harzer Siedlungen. Der idyllische Ort, abseits ausgetretener Tourismuspfade, lohnt einen Besuch. Aktion gibt es auf der Sommerrodelbahn sowie am Kletterfelsen. Kultur- und Geschichtsinteressenten sei das Heimatmuseum sowie die Museums- und Traditionsbrauerei empfohlen. Und dann gibt es da noch das Freibad, eine Minigolfanlage, Freiluftschach, ein Buch mit sieben Siegeln und vieles mehr.

Wipperliese – ein Regionalbahn

Und den Bahnhof, auf dem im 2-Stundentakt, die Wipperliese ein- und ausläuft. Diese 1920 erbaute Regionalbahn, mit Spurweite 1435 mm befährt bis Vatterode einen weiteren Teil des Wippertals. Auf der stark strukturierten Strecke über Friesdorf, Biesenrode, Gräfenstuhl-Klippmühle, Vatterode und Mansfeld erreicht die Bahn nach 20 km Klostermansfeld. Eine romantische Streckenführung, die es bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 60 km/h erlaubt, die Landschaft in aller Ruhe zu betrachten und zu genießen.

In Vatterode gibt es noch eine zweite Haltestelle „Vatteroder Teich“, die einen Abstecher wert ist. Dort befindet sich eine Parklandschaft um den Vatteröder Teich sowie eine Ferienanlage. Die Parklandschaft wird durchquert von einer 500 mm Schmalspurbahn, die 1967 als „Pioniereisenbahn“ errichtet wurde.

Tal der Wipper

Das Tal der Wipper hat einiges zu bieten, besonders für „Entdecker“, denn Massentourismus suchen sie hier vergebens. Ein Ziel für Individualisten, die auf Disco, Shoppingmile und Gourmetrestaurant verzichten können und stattdessen ein liebevoll zusammengestelltes Picknick auf den blühenden Wiesen des Wippertals bevorzugen.