Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund

Knesebeck 1, 37539 Bad Grund (Harz)
ab 8 €

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Schachtanlage Knesebeck in Bad Grund

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Auch in Bad Grund gibt es ein Bergbaumuseum mit Schaubergwerk, die Schachtanlage Knesebeck. Sie gehörte zur 1992 stillgelegten Grube „Hilfe Gottes“, dem letzten Bergwerk im Oberharz, in dem Erz gefördert wurde.

Im Museum werden die Geschichte und die technische Entwicklung von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis zur Stilllegung  gezeigt und dokumentiert. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und wurde in das UNESCO Welterbe im Harz aufgenommen.

Das Abenteuer in der Übersicht

Auch in Bad Grund gibt es ein Bergbaumuseum mit Schaubergwerk, die Schachtanlage Knesebeck. Sie gehörte zur 1992 stillgelegten Grube „Hilfe Gottes“, dem letzten Bergwerk im Oberharz, in dem Erz gefördert wurde.

Im Museum werden die Geschichte und die technische Entwicklung von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis zur Stilllegung  gezeigt und dokumentiert. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und wurde in das UNESCO Welterbe im Harz aufgenommen.

1980 begannen die Gespräche mit der Preussag AG für die Gründung eines Bergbaumuseums. Anfang 1982 gründete sich der Förderverein Bergbau-und Heimatmuseum e.V. Bad Grund und am 09. Mai wurde das Museum offiziell eingeweiht.

Zum Bergbaumuseum gehören das Haldengelände, die Schachthalle, Kaue und Waschraum, das Maschinenhaus, der Fördermaschinenbereich, das Kompressorenhaus sowie der Suchstollen.

Die Geschichte des Erzbergwerks Grund begann 1923 mit der Zusammenlegung der Gruben Hilfe Gottes (Betriebsbeginn 1831) und Bergwerkswohlfahrt (Betriebsbeginn 1819) und der Übernahme von der Preussag. Es gab bereits früher Vorgängergruben.

In den Jahren von 1970 bis 1973 wurden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Leistung des Bergwerks durchgeführt. Es wurden gleislose Bohrfahrzeuge für die Sprengarbeit eingeführt. Mit dieselgetriebenen Fahrladern wurden das Erz und der Abraum abtransportiert. Zwischen Ost- und Westfeld entstand eine Pendelzugförderung mit Großraumförderwagen.

Eine weitere Modernisierung erfolgte 1976, als der Achenbachschacht ein neues, modernes Fördergerüst mit Vollwandstreben aus Kastenprofilen erhielt.

Ab dem Jahr 1978 wurde der Abbau mit selbsterhärtendem Versatz geführt, es erfolgte eine Steigerung der Jahresförderung von 260.000 t auf 450.000 t Roherz.

Durch den Verfall der Metallpreise auf dem Weltmarkt wurde die Arbeit unter Tage am 28. März 1992 eingestellt, 200 Bergleute verloren durch die Schließung ihren Arbeitsplatz. Mit dieser Stilllegung ging die Geschichte des Oberharzer Bergbaus nach über 450 Jahren zu Ende.

Nach der Beendigung der Arbeit in der Grube wurden Maschinen und Ausrüstung aus der Grube entfernt und die Wasserhaltung wurde eingestellt, das Wasserniveau in der Grube stieg an.

Zeitzeugen für bergmännische Technik sind die historische Fördermaschine und ein großer Elektro-Kompressor (beide von 1923). Zwei restaurierte Radstuben mit bis zu 12 Meter hohen Wasserrädern dienten von 1855 bis 1900 als Energieträger der Wasserkraft für den Schachtbetrieb. Weitere Exponate können den Besuchern während einer Führung genau erklärt und deren Arbeitsweise beschrieben werden.