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Die Sankt Petruskirche in Allrode, einem Ortsteil der Stadt Thale, wurde von 1847 bis 1851 auf dem ehemaligen Gelände des Rittergutes erbaut, damals als „namenlose“ Kirche.
Sie gehört zum Evangelisch-Lutherischen Pfarrverband Hasselfelde, zu dem die Kirchengemeinden von Hasselfelde, Stiege und Allrode zählen.
Das Gotteshaus dient heute religiösen (Gottesdienste, Krippenspiel) als auch kulturellen (Konzerte in den Sommermonaten) Zwecken. Zum Beispiel finden alljährlich in der Weihnachtszeit Proben für das Krippenspiel statt, welche dann am Heiligen Abend aufgeführt werden.
Die Vorgängerkirche in Allrode wurde 1838 durch einen Großbrand zerstört.
Für das im Stil der Neoromantik errichtete Gebäude war der Architekt, Kreis-Baumeister von Blankenburg und Baurat Carl Heinrich Frühling (1807 – 1893) verantwortlich.
Für den Bau der Kirche verwendete Carl Heinrich Frühling Grauwacke. Einem durch verschiedene Gesteinsarten verfestigten dunkelgrau bis braungrau gefärbten Sandstein.
Das Kruzifix stammt aus dem Jahr 1830 zeigt Ähren und einen Weinrankenkranz.
Die Empore ist umlaufend an den Nord-, West- und Südseiten. Die Empore trägt an den Sichtfronten Glaubensbänder mit Versen aus dem Neuen Testament.
Die an der Westseite 1851 eingebaute Orgel stammt vom Orgelbauer Voigt aus Halberstadt.
Der Braunschweiger Hofmaler Adolf Quensen (1851 – 1911) erstellte die Vorlage für die Innenausmalung der Kirche. 1902 wurde das Deckengemälde mit den zwölf Tierkreiszeichen im blauen Himmelsgewölbe geschaffen. Zwei Christusdarstellungen sind in der Mitte der Decke zu sehen. Rechts und links neben der Kanzel an der Altarrückwand findet man die Darstellungen von Petrus und Paulus.
Nach der Wende wurde im Jahr 2006 die Orgel von Voigt restauriert und mit einer neuen Windanlage versehen und kann nun wieder zu den feierlichen Gottesdiensten erklingen.
Die Sankt Petruskirche in Allrode erhielt ihren Namen erst im Jahr 2008. Namensgeber war die Darstellung St. Petri im Kanzelaltar.
2008 wurde ein weiß-grüner Altarparament mit Rankenmotiv zur Namensgebung der Kirche angeschafft.
2011 konnte das Deckengemälde von 1902 umfassend restauriert werden.
Der Glockenturm beherbergt eine Glocke aus dem Jahr 1850 und eine Glocke aus dem Jahr 1863.
Die Geschwister Lerche waren der Kirche Allrode immer innig verbunden. Das sie beide ohne Nachkommen starben, vererbten sie ihren Besitz an die Kirche Allrode. Eine Plakette an der Empore unter der Orgel erinnert an die Geschwister als Wohltäter der Kirche.
Den Geschwistern Wilhelm und Johanne Lerche,
den Wohltätern unserer Kirche,
in Dankbarkeit gewidmet,
der Kirchenvorstand.
Allrode im Oktober 1897.
Auf Anfrage kann die St. Petrus Kirche besichtigt werden.
Informationen zur Sankt Petruskirche auf der Homepage
oder unter Tel.: 0 39459 / 71371.