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Ruine Susenburg bei Rübeland

Unterer Hahnenkopf 11A, 38889 Elbingerode (Harz)
ab 0 €

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Die Susenburg, die teilweise auch Sausenburg genannt wurde, liegt zwischen Königshütte und Rübeland. Ihr Standort ist ein Bergsporn 479 Meter über Normalnull, direkt über dem Tal der Kalten Bode. Direkt vor der Burgruine macht die Bode, aus Richtung Königshütte kommend, eine große Schleife.

Das Abenteuer in der Übersicht

Nach der Burg wurde auch die am Fuße der Burg liegende Siedlung benannt, ein Ortsteil von Rübeland, der heute ein Stadtteil der Stadt Oberharz am Brocken ist. Diese Wohnsiedlung wurde in den 50-er Jahren erbaut, um für die Arbeiter in den naheliegenden Tagebauen ortsnahen Wohnraum bereitstellen zu können.

Über die Entstehung, die Erbauer und auch den Zweck der Burganlage wissen wir fast nichts. Keine einzige urkundliche Nennung ist bis heute bekannt, die etwas Licht ins Dunkel bringen könnte. Wie müssen uns also auf Mutmaßungen und Hypothesen einlassen. Einige Fachleute gehen davon aus, dass diese Burg, die groß, wehrhaft und aufwendig geplant war, nie fertig gestellt wurde. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde 400 Meter nordöstlich der Burg eine mittelalterliche Dorfstätte bei Bauarbeiten entdeckt. War die Susenburg, die direkt über der Trogfurt am Königsstieg errichtet wurde, eine Reichsburg, die als sichere Bastion für die häufigen Jagdausflüge von König und Hochadel in den Hochharz diente? Eine Gründung in der Zeit der Liudolfinger oder Salier ist anzunehmen, wobei ich vermute, dass diese 170 x 60 Meter umfassende Anlage bereits unter Heinrich I. oder Otto dem Großen begonnen wurde. Die Susenburg liegt etwa 67 Meter über dem Tal und gewährleistet einen guten Blick und Überblick. Wer in den Hochharz wollte, kam nicht unbemerkt durch dieses Tal.

Eine erste Erwähnung der Susenburg erfolgte für 1265 bis 1285 als Holzstätte der Grafen von Regenstein. Dann ist eine Erwähnung im Inventar der Stolbergschen Hüttenwerke für das Jahr 1555 verbrieft, die auch einen Bergfried auf der Burg erwähnt. Ab 1715 wird die Burg dann als wüst bezeichnet.

Heute ist die Burgruine eine Station an dem historischen Wanderweg der „Deutschen Kaiser und Könige im Mittelalter“. Ein sehr zu empfehlendes Teilstück diese Weges übrigens, das Historie und wunderschöne Landschaften miteinander verbindet und beim Wanderer garantiert keine Langeweile aufkommen lässt.