Dorfkirche Tanne

Kirchberg, 38875 Tanne
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Dorfkirche Tanne

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Von 1693 bis 1698 wurde die Dorfkirche Tanne als barocker Saalbau mit verschaltem Fachwerk, mit Schieferdach, mit einem dreiseitigen Chorabschluss und einer an der Südseite angebauten Vorhalle errichtet.

Die Tanner Kirchengemeinde gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und somit auch die Dorfkirche. 2017 wurde der Kirchengemeindeverband „Kapellenfleck“ gegründet. Zu diesem gehören neben Tanne auch die Gemeinden Braunlage, Trautenstein, Hohegeiß, Zorge, Wieda, Walkenried, Neuhof und Tettenborn.

Eine kleine Ausstellung an Kirchenutensilien befindet sich im Vorraum der Dorfkirche.

Das Abenteuer in der Übersicht

Die Tanner Kirchengemeinde gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und somit auch die Dorfkirche. 2017 wurde der Kirchengemeindeverband „Kapellenfleck“ gegründet. Zu diesem gehören neben Tanne auch die Gemeinden Braunlage, Trautenstein, Hohegeiß, Zorge, Wieda, Walkenried, Neuhof und Tettenborn.

Von 1693 bis 1698 wurde die Dorfkirche Tanne als barocker Saalbau mit verschaltem Fachwerk, mit Schieferdach, mit einem dreiseitigen Chorabschluss und einer an der Südseite angebauten Vorhalle errichtet. Am gleichen Standort befand sich schon eine kleinere Kirche oder Kapelle aus dem Jahr 1593. Den Neubau machte der Zuwachs der Bevölkerung notwendig.

Der Oberfaktor der Tanner Hütte Gabriel Bernhard Walther beauftragte den Neubau. Seine Familie stiftete 1692 die Summe von 232 Thalern für die neue Kirche. Ein Jahr später begann man mit dem Bau. Diese Kirche ist somit das älteste Kirchengebäude in der Stadt Oberharz am Brocken.

Der kleine Kirchturm trägt auf seinem Helmdach eine vergoldete Wetterfahne. Darin das Uhrwerk aus dem Jahr 1890. Außen befindet sich das Schlagwerk der Uhr mit zwei Bronzeglocken. Die Uhr wird elektrisch betrieben. Seit den 1990er Jahren ist das Dach mit Tonziegeln gedeckt.

Im Glockenhaus gleich neben der Kirche sind die Glocken untergebracht.

Zwei Emporen befinden sich im Innenraum. Die untere hat eine Brüstung mit Akadenbögen mit Sitzbänken. Die obere besitzt eine Dockenbrüstung, dort findet man das schlichte Orgelgehäuse. Das Holztonnengewölbe überspannt den Kirchenraum.

1893 wurde die Orgel des Orgelbauers Robert Knauf aus Bleicherode in das Kirchengebäude eingebaut. Sie besitzt 14 Register. 2006 und 2019 wurde sie restauriert und instandgesetzt.

Über der Kanzel hängt ein wunderschöner Flügelaltar aus vorreformatorischer Zeit. Der Altar hat eine Höhe von 1,25 m hoch und besitzt zwei bemalte Flügel. Fünf geschnitzte Figuren, darunter in der Mitte die Hl. Anna mit dem Jesuskind und der bekrönten Maria. Links und rechts daneben findet man Figuren von zwei Heiligen, einem Bischof und einem Ritter. Auf den Außenflächen der Seitenflügel ist die Muttergottes und der heiligen Andreas mit Kreuz zu sehen. Die Innenflügelseiten zeigen Landschaftsdarstellungen.

Unter dem Flügelaltar befindet sich der reich verzierte Kanzelaltar, gleich daneben rechts und links an der Wand angebracht zwei geschnitzte Holzfiguren von Heiligen um 1600 und zwei Bildnisse. Am Sockel der Kanzel finden wir die Wappen der großzügigen Spender Gabriel Bernhard Walther und seiner Ehefrau Barbara Sophia, geborene von Windheim, wieder. Die Tannen stehen für die Familie Walter, die Ringe für die Familie von Windheim. Darunter die Inschrift: Gabriel Berhart Walter, Ober Factor, Barbara Sophia von Windheim 1698. Das gusseiserne Kruzifix auf dem Altar wurde um 1840 in der Tanner Hütte hergestellt.

Eine kleine Ausstellung an Kirchenutensilien befindet sich im Vorraum der Dorfkirche.