Burgruine Erichsburg bei Siptenfelde

Hsrzgerode OT Siptenfelde
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Im 16. Jahrhundert erwarben die Herren von Anhalt-Bernburg die Burg und alle umliegende Forste. Sie begannen dort mit dem Bergbau im sogenannten „Erichsburger Gang“. Ob die weitgehende Zerstörung der Burganlage, mit ihrer Kernburg von 30 Meter Durchmesser und der Vorburg von 25 x 40 Meter, in diesem Zusammenhang zu sehen ist, bleibt offen.

Heute liegt die Ruine der Erichsburg an einem beliebten Wanderweg von Friedrichsbrunn nach Siptenfelde und führt an dem Erichsburger Teich sowie an den ausgeschilderten Hinterlassenschaften des Erichsburger Bergbaus vorbei.

Das Abenteuer in der Übersicht

Um die Erichsburg ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Diese Sagenbildung bei Burgen ist dann oftmals der Fall, wenn die Menschen wenig über die Bedeutung einer Burg, deren Ursprung und über ihre Herren wissen. Auch von der Erichsburg, die nahe Friedrichsbrunn in Richtung Siptenfelde liegt, kennen wir weder den Erbauer, noch das Baujahr. An der alten Heerstraße, von Quedlinburg über Bad Suderode nach Siptenfelde, lag sie strategisch günstig auf dem Erichsberg, einem Südhang des Rambergs, zur Wegesicherung. Friedrichsbrunn war zu jener Zeit als Ort noch nicht existent, die Burg lag also tief im Harzforst verborgen.

Die Burg hatte im 12./13. Jahrhundert bereits einen eigenen Adel: 1170 Henricus de Erichsberge; 1262 domini Thiderici et Henrici fratrum de Ereksberge, 1300 Henningus de monte Erici. Anfang des 14. Jahrhunderts kam die Burg dann in die Hände der Herren von Hoym. Im Jahr 1320 verkauften diese die Erichsburg an die Grafen von Stolberg, die diese fünf Jahre später als Lehen an das Stift Halberstadt gaben, aber weiterhin im Besitz blieben. Überliefert ist, dass sich die Burg zu einem Raubnest entwickelte und die Burgbesatzung im weiten Umkreis Übergriffe auf Reisende und Handelsleute vornahm.

Um dem Treiben Einhalt zu gebieten, verbündeten sich die Grafen von Hohnstein und von Schwarzenburg sowie die Städte Erfurt und Mühlhausen und eroberten die Burg. Dabei gerieten Graf Hermann von Stolberg und sein Burgvogt, Heinrich von Werther, in Gefangenschaft. Die beiden Adligen wurden enthauptet, was von sehr schweren begangenen Verbrechen zeugt, denn eine derartig drakonische Strafe für Adlige, war die Ausnahme. Die 20 Söldner der Burgbesatzung wurden gehängt und die Erichsburg zerstört. Diese Ereignisse sind für das Jahr 1345 überliefert. Ein Jahr später verfasste Graf Heinrich von Stolberg einen Sühnebrief, in dem er niederschrieb, dass er sich für angerichteten Schaden an Burg und Leben nicht rächen will.

Ob die Burg dann wieder aufgebaut wurde, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass im 16. Jahrhundert die Herren von Anhalt-Bernburg die Burg und alle umliegende Forste erwarben. Die begannen dann dort mit dem Bergbau im sogenannten „Erichsburger Gang“. Ob die weitgehende Zerstörung der Burganlage, mit ihrer Kernburg von 30 Meter Durchmesser und der Vorburg von 25 x 40 Meter, die wohl auch mit einer Sprengung des Bergfrieds in Zusammenhang steht, bleibt offen.

Heute liegt die Ruine der Erichsburg an einem beliebten Wanderweg von Friedrichsbrunn nach Siptenfelde und führt an dem Erichsburger Teich sowie an den ausgeschilderten Hinterlassenschaften des Erichsburger Bergbaus vorbei.