Burg Wohlenstein bei Seesen

Bilderlahe, 38723 Seesen
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Die Burg Wohlenstein liegt westlich von Seesen. Dort wo am Vorharzer Höhenzug Heber im Süden ein vorspringender Bergkopf nach Osten zeigt, liegt in 253 m ü.NN die Ruine dieser Burg. Bilderlahe heißt der kleine Ort zu Füßen der Burg.

Die Burg war eine kleine Anlage in einer ovalen Form und den Ausmaßen von 100 x 25 m.

Auf einer historischen Darstellung weist die Anlage die Bestandteile Bergfried, Torturm und Palas auf, Mauern fehlen.

Als einzige bauliche Überreste der Burg sind heute nur noch drei Mauerseiten des einst 24 m und heute 18 m hohen Bergfrieds vorhanden, der über fast 3 m starke Mauern verfügt und einen quadratischen Querschnitt von 8,5 x 8,5 m aufweist.

 

Das Abenteuer in der Übersicht

Die Burg Wohlenstein liegt westlich von Seesen. Dort wo am Vorharzer Höhenzug Heber im Süden ein vorspringender Bergkopf nach Osten zeigt, liegt in 253 m ü.NN die Ruine dieser Burg. Bilderlahe heißt der kleine Ort zu Füßen der Burg.

Einst verlief die Heer- und Handelsstraße von Braunschweig nach Frankfurt am Main zwischen Seesen und dem Heber, was den Bergkopf zu einem strategischen Burgenbauplatz machte. Eine Linie der Herren von Wohldenberg erkannte und nutzte diese Lage und erbaute dort 1295 die Burg Wohlenstein (auch Woldenstein oder Wohldenstein). Das Gebiet um Bilderlahe war im Einfluss- und Interessengebiet des Gandersheimer Stifts, was die Burgherren zu Lehensnehmern des Stifts machte.

1349 verkauften die kinderlos gebliebenen Grafen Burchard und Johann von Woldenstein ihren Burganteil an ihren Neffen Siegfried von Homburg. Doch bereits 1357 verkaufte dieser seinen Burganteil an Bischof Heinrich III. von Hildesheim. Daraufhin trat die Äbtissin des Gandersheimer Stifts wieder als Lehensherrin auf und trug den Braunschweiger Herzögen die Burg an. Es folgten vielfache Besitz- und Lehensstreitigkeiten.

Als Resultat dessen, belagerte Herzog Erich I. von Calenberg-Göttingen die Burg zu Beginn der Hildesheimer Stiftsfehde. Er nahm die nur mit 15 Männern besetzte Burg am 30. Mai 1519 ein und zerstörte sie vollkommen. Nach der Stiftsfehde gingen Burg und Amt Wohlenstein an Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel. Die Burg wurde aber wohl nicht wieder aufgebaut und der Herzog verlagerte das Amt herunter nach Bilderlahe. Dazu wurde ein neues Amtshaus mit Vorwerk und Domäne aus den Steinen der Burg errichtet.

Die Burg war eine kleine Anlage in einer ovalen Form und den Ausmaßen von 100 x 25 m. Sie verfügte über ein doppeltes Graben- und Wehrmauersystem, von dem heute der Außenwall und der tiefe Burggraben noch erhalten sind. Auf einer historischen Darstellung weist die Anlage die Bestandteile Bergfried, Torturm und Palas auf, Mauern fehlen. Als einzige bauliche Überreste der Burg sind heute nur noch drei Mauerseiten des einst 24 m und heute 18 m hohen Bergfrieds vorhanden, der über fast 3 m starke Mauern verfügt und einen quadratischen Querschnitt von 8,5 x 8,5 m aufweist.