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Arnsburg bei Seega und Bad Frankenhausen

99706 Kyffhäuserland
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Arnsburg bei Seega und Bad Frankenhausen

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Die Burg Arnsburg, errichtet auf einem 293 Meter über Normalnull hohen Bergsporn der Hainleite, von großer strategischer Bedeutung. Konnte die Burgbesatzung doch genau beobachten, wer durch das Wippertal reiste, sicherlich hatte die Burg auch gute Einnahmen durch erhobene Wegezölle.

Heute findet der Besucher nur noch einen Stumpf des Bergfrieds, der 10 Meter Durchmesser hat sowie Mauerreste vom Palas und den Ringmauern der Burg vor.

Auch 3 Spitzbögen eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes stehen noch und ein tonnengewölbter Keller von 6 x 13 Meter, der über eine gewölbte Kellertreppe vom Hof aus begehbar ist, wurde rekonstruiert.

Das Abenteuer in der Übersicht

Diese Burg ist wiederum ein leuchtendes Beispiel, wie strategisch im Mittelalter Burgen errichtet wurden. Die Thüringer Wipper, die bei Worbis nahe Duderstadt entspringt, ist im Südharzer Vorland einer der bedeutendsten Flüsse.

Das Harzvorland verlassend, bahnt sie sich ihren Weg zwischen Kyffhäusergebirge und Hainleite. Bei Seega, in der Nähe von Bad Frankenhausen, schnitt sich die Wipper ein canyonartiges Tal durch die Hainleite.

Durch diesen Einschnitt – entlang der Wipper – führte im Mittelalter und sicher auch schon davor, die Heer- und Handelsstraße, die von Thüringen zum südlichen Harzvorland weiter nach Norddeutschland führte. Daher war die Burg Arnsburg, errichtet auf einem 293 Meter über Normalnull hohen Bergsporn der Hainleite, von großer strategischer Bedeutung. Konnte die Burgbesatzung doch genau beobachten, wer durch das Wippertal reiste, sicherlich hatte die Burg auch gute Einnahmen durch erhobene Wegezölle.

Viel ist über die Arnsburg nicht überliefert. Da sie aber im Volksmund auch den Namen Bonifatiusburg erhalten hat, lässt diese Tatsache darauf schließen, dass sie schon einen sehr frühen Ursprung hatte. Eine erste Erwähnung fand die Burg, mit ihrem Burggelände von 25 x 60 Meter, im Jahr 1116 im Zusammenhang mit den Sachsenkriegen. Im 12. und 13. Jahrhundert hatte die Burg einen eigenen Adel, der sich von Arnsburg nannte.

Die Burg war auf Grund ihrer strategischen Bedeutung immer stark umkämpft und hatte viele verschiedene Herren, die auf ihr residierten. Zuerst waren es die Thüringer Landgrafen, dann war sie Lehen der Hohnsteiner Grafen und ab 1356 Besitz der Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt. Im Jahr 1433 wurde eine Anwartschaft auf die Burg an die Grafen von Stolberg gegeben, doch sie verblieb im Schwarzburger Besitz. Im Jahr 1492 mussten letztere dann die Burg aber an die Herren von Vippach verpfänden.

Dann gibt es nur noch eine letzte Information – im Bauernkrieg wurde die Arnsburg im Jahr 1525 zerstört und dann auch nicht wieder aufgebaut. Die Steine der Burgruine waren für die Bürger von Seega willkommenes Baumaterial. Heute findet der Besucher nur noch einen Stumpf des Bergfrieds, der 10 Meter Durchmesser hat sowie Mauerreste vom Palas und den Ringmauern der Burg vor. Auch 3 Spitzbögen eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes stehen noch und ein tonnengewölbter Keller von 6 x 13 Meter, der über eine gewölbte Kellertreppe vom Hof aus begehbar ist, wurde rekonstruiert.