1000 jährige Warte als Aussichtsplattform – die Heiketalwarte

Heiketalwarte
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1000 jährige Warte als Aussichtsplattform – die Heiketalwarte

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Die 1000 jährige Warte dient als Aussichtsplattform – die Heiketalwarte.

In der Vorharzregion von Halberstadt sind mittelalterliche Warten wie Perlen an einer Schnur aneinander gereiht. Die meisten davon sind verfallen. Dieses Schicksal drohte auch der Heiketalwarte zwischen Zilly und Dardesheim. Doch dann, im Jahr 2003 entdeckte ein Architekturstudent aus Hamburg bei einer Wanderung diese Warte.

Das Abenteuer in der Übersicht

Wiederaufbau der Heiketalwarte

Klaus Weseloh bezeichnete die Heiketalwarte als „ein hohler Zahn, dem die Jahrhunderte alle hölzernen Ein- und Aufbauten geraubt hatten“. Sofort entstand bei ihm die Idee, den Turm wieder nutzbar zu machen.

Und so ging er fröhlich ans Werk! Auf Grund seines guten Konzepts verpachtete ihm die Gemeinde Zilly den Turm. Inzwischen ist Klaus Weseloh Architekt, und die Restaurierung der Warte hat enorme Fortschritte erzielt. Alle Einbauten sind wieder vorhanden, man kann also über 45 Stufen bis zur Aussichtsplattform in 13,5 Meter Höhe aufsteigen. Und dann hat man eine beeindruckende Aussicht über das Nordharzvorland.

Heiketalwarte mit sicherem Zugang

Die Heiketalwarte hat eine quadratische Grundfläche, ist aus Muschelkalksteinen erbaut, hat einen äußeren Mauerumfang von 21 Metern und hatte im ursprünglichen Zustand vier Stockwerke. Von diesen Etagen sind im Inneren noch die Balkenauflagen sichtbar. Die Eingangstür (85 cm breit und ca. 1,70 Meter hoch) befand sich in einer Wandhöhe (ca. 3,50 m), welche man nur mittels Strickleiter erreichen konnte. Heute kann der Besucher bequem über die ebenerdige Eingangstür in die Warte gelangen. Auch waren zur Verteidigung Schießscharten in allen Wänden eingelassen. Warten hatten den Zweck, Feinde rechtzeitig zu melden, um den Bewohnern der umliegenden Ortschaften, die Möglichkeit zur Flucht hinter schützende Mauern zu geben.

Sagenumwobene 1000 jährige Heiketalwarte

Die Heiketalwarte ist sagenumwoben. Angeblich soll es unterirdische Gänge geben und ein Raubritterschatz soll dort verborgen sein. Auch gibt es ernstzunehmende Hinweise darauf, dass diese Warte nicht „erst“ im Mittelalter erbaut wurde, sondern schon in der frühen römischen Kaiserzeit. Erkenntnisse dazu werden umfangreiche Grabungen in den nächsten Jahren ergeben.

Am Tag des offenen Denkmals (immer am 2. Sonntag im September) ist die Warte geöffnet und für Besucher zugänglich. Die Außenanlagen sind immer frei zugänglich. Die Warte liegt in der nähe der B 79 zwischen Athenstedt und Dardesheim. Mit dem Bus kann man bis zur Haltestelle Sonnenburg fahren und von dort über einen Wanderweg die Heiektalwarte erreichen.